Der „Baum des Jahres 2026“ in Deutschland ist die Zitterpappel (Populus tremula), auch Espe oder Aspe genannt.
Bedeutung
Die Zitterpappel gehört zu den Pionierbaumarten und besiedelt, ähnlich wie die Birke, schnell offene Flächen. Unter ihrem Schirm können andere Baumarten nachwachsen. Da sie zudem robust gegenüber Hitze, Trockenheit und wechselnden Bedingungen ist, gilt sie als Hoffnungsträger im Umgang mit dem Klimawandel.
Ökologische Eigenschaften
Die Zitterpappel bietet zahlreichen Tieren und Pilzen Nahrung und Lebensraum. Über 100 Insektenarten nutzen sie als Futterpflanze, während alte Pappeln mit Baumhöhlen Spechten, Meisen und Fledermäusen als Brut oder Schlafplatz dienen. Auch Moose, Flechten und Pilze besiedeln ihre Rinde und ihr Totholz. Ihr schnell zersetzendes Laub liefert dem Boden wichtige Nährstoffe und unterstützt die Humusbildung.
Typische Merkmale
Besonders auffällig sind die rundlichen Blätter an ihren langen, abgeflachten Blattstielen. Schon bei leichtem Wind beginnen sie sichtbar zu „zittern“. Daher stammen sowohl der Name Zitterpappel als auch die Redewendung „zittern wie Espenlaub“. Die Bewegung der Blätter kann einer Überhitzung entgegenwirken und hilft dem Baum dabei, das vorhandene Sonnenlicht besser zu nutzen.
Junge Zitterpappeln haben eine glatte, grünlich graue Rinde, die mit zunehmendem Alter dunkler und rissiger wird. Die Bäume erreichen meist eine Höhe von 15 bis 25 Metern und bilden eine locker aufgebaute Krone mit feinen Ästen.


